Heilpflanzenliebe
Heilpflanzenliebe

Mögest du dir Zeit nehmen,

die stillen Wunder zu feiern,

die in der lauten Welt

keine Bewunderer haben.

       (altirischer Segenswunsch)

Nichts ist so beständig, wie die Veränderung…

Altes zurücklassen und das Neue willkommen heißen !

Zarte Blätter werden wachsen,

Blüten werden erscheinen in unendlich schönen Farben.

Lasst die Natur unser Lehrer sein …

 

 

                 MISPEL

           Mespilus germanica

 

Der Mispelbaum/Strauch ist eine uralte Obstsorte, die immer mehr in Vergessenheit gerät.

Ursprünglich kommt sie aus Kleinasien und Südeuropa. Vor 1000 Jahren wurde die Mispel von den Römern auch in unseren Breitengraten kultiviert.

 

Inhaltsstoffe: Pektin, Gerbstoffe und Vitamine

 

Botanik: Die Mispel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosacea) und ist verwandt mit der Zwergmispel, der Felsenbirne und dem Weißdorn.

Die strauchartigen Bäumchen werden etwa 4-6 Meter hoch.

Die Blätter sind länglich und filzig. An der Unterseite sind die Blätter heller als an der Oberseite.

Die Blüte im Mai bis Juni ist weiß und wie alle Rosenblüten sehr hübsch.

Daraus bilden sich Früchte, die gegen Herbst grün- bräunlich werden. Sie haben die Größe eines kleinen Apfels und haben am Ende eine kleine Krone, woran man die Mispel charakteristisch erkennen kann.

Die Frucht schmeckt dann noch nicht gut und fühlt sich pelzig im Mund an.

Deshalb muß man einen ersten Frost abwarten. Jetzt werden die Früchte weich und schmecken lecker säuerlich.

Wer nicht warten möchte, kann die Früchte für ca 4 Stunden ins Gefrierfach legen und dann wieder auftauen. So macht die Frucht den gleichen Reifungsprozess mit.

Die normale Erntezeit ist Ende Oktober bis November.

 

Wirkung: entzündungshemmend und harntreibend

 

Anwendungsgebiete: Bei Darmentzündungen (auch bei Morbus Crohn), Gastritis (Magenschleimhautentzündungen), Verdauungsträgheit und vorbeugend gegen Arteriosklerose ( Verkalkungen der Arterien)

 

Zu verwendende Teile: Früchte und Blätter.

 

Blätter: In Form von Ito-Thermie; das ist eine aus Japan stammende Kräuterwärme. Hierzu wird das Mispelblatt gerollt und getrocknet. Es können auch noch andere Kräuter dazu verwendet werden. So entsteht eine gepreßtes Stäbchen, das dann in eine Metall Hülse gelegt und entzündet wird. So glust es in dieser Hülse, die warm wird und wird am Körper entlang geführt. Diese Methode soll gegen Schmerzen und zur Anregung der Selbstheilung beitragen.

 

 

Früchte: Aus den Früchten kann man wunderbare Speisen zubereiten.

Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Von Likör über Marmelade, Nachtisch, als Soßen zu Fleisch sowie zur Dekoration von Kränzen und vielem mehr.

Mispelmuß als herbstliche Kur: täglich einen Eßlöffel genießen um eine gesunde Darmflora und einen starken Magen zu erhalten.

 

 

Mispellikör:

 

6Mispeln, gut gereift

1 Pck. Vanillezucker

1 Stange/n Zimt

125g Zucker, braun, krümelig

0,5 Liter Schnaps (Korn 38%)

 n. B. Rum

Alle Zutaten dekorativ in einem großen Glas schichten und mit dem Schnaps übergießen. Der Ansatz bleibt 6 Wochen stehen und wird dann abgesiebt. Gelegentlich schütteln.

 

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© Ines Neumann